Kostenlose Beratung
07930-2699
150.000
Kunden
30 Jahre
Erfahrung
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
Menü

Erbschaftssteuer 2026 – der nächste Griff nach dem Vermögen, sauber verpackt als „Gerechtigkeit“

Die SPD hat wieder ein Lieblingswort entdeckt: Gerechtigkeit. Und wie so oft folgt auf dieses Wort ein Vorschlag, der vor allem eines tut: privates Vermögen politisch verfügbar machen. Der neue Vorstoß zur Reform der Erbschaftssteuer wird als Entlastung der „kleinen Leute“ verkauft – tatsächlich markiert er den nächsten Schritt in einer Entwicklung, in der Eigentum nicht mehr geschützt, sondern begründungspflichtig wird.

Der Kern des Modells ist schnell erklärt: Wer im Laufe seines Lebens weniger als eine Million Euro erbt, soll künftig keine Erbschaftssteuer mehr zahlen. Wer mehr erbt, soll stärker belastet werden. Klingt moderat. Klingt sozial. Klingt nach Augenmaß. Doch wie immer steckt die Sprengkraft nicht im Freibetrag, sondern darüber.

Die Million als Beruhigungspille

Der geplante Lebensfreibetrag von rund einer Million Euro wirkt auf den ersten Blick großzügig. Das Elternhaus, selbst genutzt, bleibt steuerfrei. Kleine Vermögen werden formal geschont. Genau das ist die politische Funktion dieser Grenze: Beruhigung. Sie soll die breite Mehrheit aus der Debatte heraushalten.

Doch diese Grenze ist kein Schutzwall, sondern ein Türöffner. Denn sobald akzeptiert ist, dass alles oberhalb dieser Marke stärker besteuert werden darf, ist die Richtung klar. Die Frage lautet dann nicht mehr ob, sondern nur noch wie stark und ab wann. Heute eine Million. Morgen 800.000. Übermorgen „angepasst an die Haushaltslage“.

Unternehmen als neues Zielobjekt

Besonders deutlich wird der systemische Charakter des Vorschlags beim Betriebsvermögen. Deutschland war bislang ein Sonderfall, weil Unternehmensnachfolgen steuerlich geschont wurden – nicht aus Großzügigkeit, sondern aus ökonomischer Vernunft. Firmen zahlen keine Steuern, Menschen tun es. Wenn Unternehmen in Erbfällen liquidiert oder belastet werden, verschwinden Arbeitsplätze, Investitionen und Wertschöpfung.

Genau hier setzt der SPD-Vorschlag an: Betriebsvermögen über fünf Millionen Euro soll künftig steuerpflichtig werden, auch wenn der Betrieb fortgeführt wird. Das wird als Angriff auf „Multimillionen- und Milliardenvermögen“ verkauft. In der Praxis trifft es Familienunternehmen, die nicht liquide, sondern substanzreich sind: Maschinen, Immobilien, Vorräte. Werte auf dem Papier – Steuern in bar.

Die Botschaft ist eindeutig: Unternehmertum steht unter Vorbehalt, wenn es erfolgreich ist.

Produkte werden geladen

Das alte Narrativ: viel Vermögen = ungerecht

Zur Begründung verweist die SPD darauf, dass in den vergangenen Jahren Hunderte Großvermögen steuerfrei übertragen wurden und dem Staat angeblich Milliarden entgangen seien. Diese Zahlen sind bekannt – und sie werden gezielt genutzt, um moralischen Druck aufzubauen.

Was dabei ausgeblendet wird: Erbschaften sind kein leistungsloses Geschenk des Staates, sondern Vermögen, das bereits versteuert, investiert und riskiert wurde. Wer Erbschaften pauschal als „unverdientes Glück“ darstellt, stellt das Eigentumsprinzip selbst infrage. Das ist keine Steuerdebatte mehr – das ist Gesellschaftspolitik.

Ratgeber: Wie schütze ich mich vor Enteignung?

In diesem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie: In diesem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie: 
  • → Welche konkreten Enteignungsrisiken auf Sie zukommen 
  • → Wie Sie Ihr Vermögen rechtssicher vor staatlichem Zugriff schützen 
  • → Bewährte Strategien für echten Vermögensschutz 
  • → Praktische Sofortmaßnahmen, die Sie heute umsetzen können

Bildung als moralischer Joker

Besonders durchsichtig ist die Zweckbindung der Mehreinnahmen. Die SPD schlägt vor, zusätzliche Steuereinnahmen in Bildung zu investieren. Schulen, Zukunft, Chancengleichheit. Das funktioniert rhetorisch immer – und ändert nichts am Kernproblem.

Denn ob das Geld tatsächlich dort ankommt, ist offen. Sicher ist nur: Einmal erhöhte Steuern bleiben selten temporär. Sie versickern im Haushalt, stopfen Löcher, finanzieren Strukturen. Bildung dient hier vor allem als moralischer Schutzschild gegen Kritik.

Produkte werden geladen

Der eigentliche Paradigmenwechsel

Die gefährlichste Dimension dieses Vorschlags liegt nicht in den konkreten Zahlen, sondern im Denken dahinter. Erbschaften werden nicht mehr als legitime Weitergabe von Eigentum betrachtet, sondern als Umverteilungsmasse. Der Staat positioniert sich nicht mehr als Schiedsrichter, sondern als Mit-Erbe.

Dass die Union noch bremst und auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts verweist, ändert daran wenig. Die Richtung ist vorgegeben. Der gesellschaftliche Konsens verschiebt sich. Was gestern unantastbar war, wird heute diskutierbar – und morgen besteuert.

Produkte werden geladen

Erben unter Vorbehalt

Der neue SPD-Vorschlag ist kein technisches Update der Erbschaftssteuer. Er ist ein politisches Signal. Eigentum gilt nicht mehr als geschützte Grundlage, sondern als Verfügungsmasse, sobald es eine gewisse Größe erreicht. Wer spart, investiert, aufbaut und weitergeben will, soll künftig erklären, warum er das darf.

Für Bürger, Unternehmer und Vermögensinhaber ist die Botschaft klar: Der Staat denkt mit. Und er will seinen Anteil. Nicht aus Not, sondern aus Prinzip. Wer das erkennt, versteht, warum Vertrauen schwindet – und warum immer mehr Menschen beginnen, ihre Vermögensplanung nicht mehr an Stabilität, sondern an politischem Risiko auszurichten.

Kostenloser Einsteiger-Ratgeber

Ultimativer Einsteiger-Ratgeber zum Investieren in Edelmetalle - jetzt kostenfrei herunterladen

Ähnliche Artikel

Wissen
19.11.2025
6 Min.

Italien greift nach dem Gold seiner Bürger – und Europa sollte sich darauf gefasst machen

In Italien bahnt sich ein Schritt an, der das Vertrauen in den Schutz privater Vermögen grundlegend erschüttern könnte. Während die Regierung um Giorgia Meloni öffentlich betont, alles im Griff zu haben, wird hinter den Kulissen ein Plan vorbereitet, der Millionen Bürger betrifft: Private Goldbestände sollen offengelegt, bewertet und durch eine Sondersteuer belastet werden. …
Wissen
23.12.2025
5 Min.

Der große Griff nach dem Eigentum – wie Berlin die Enteignung salonfähig macht

Was in Berlin gerade vorbereitet wird, ist kein Verwaltungsdetail und keine juristische Fingerübung – es ist ein Tabubruch mit Ansage. Der Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ aus dem Jahr 2021 dient nun als politische Legitimation, um etwas umzusetzen, das noch vor wenigen Jahren als unvereinbar mit bürgerlicher Politik galt. Besonders pikant: Ausgerechnet ein CDU-geführter Senat schafft jetzt die rechtlichen Grundlagen dafür, dass Enteignungen künftig „verfassungssicher“ vollzogen werden können. Das ist keine Notmaßnahme – das ist Systemumbau.…
Wissen
23.05.2025
5 Min.

Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einem Goldverbot

In Deutschland sind anonyme Edelmetallkäufe nur noch bis zu 1.999,99 Euro erlaubt. Wer darüber hinaus Gold, Silber oder andere Edelmetalle erwerben will, muss sich eindeutig identifizieren – mit Vorlage des Ausweises, Dokumentation der Transaktion und unter Umständen zusätzlichen Nachweisen zur Herkunft der Mittel. Diese Schwelle gilt unverändert seit 2020. Doch der Trend zeigt: Auch diese Grenze könnte bald weiter sinken – auf EU-Ebene ist der politische Kurs längst vorgegeben.…
Wissen
14.01.2026
4 Min.

Sparkassen-Raub von Gelsenkirchen – wenn das Sicherheitsversprechen endgültig kollabiert

230 Ermittler, 10.000 Stunden Videomaterial, eine halbe Million Asservate – und dennoch bleibt nach den neuen Details aus NRW vor allem ein Eindruck zurück: Das Sicherheitsversprechen der Banken ist in sich zusammengefallen. Was Innenminister Herbert Reul im Innenausschuss schildert, klingt weniger nach einem tragischen Einzelfall als nach dem systemischen Totalversagen einer vermeintlich hochgesicherten Infrastruktur.…
Wissen
16.12.2025
5 Min.

Warnsignal für Deutschland: Immer mehr Bürger verlassen das Land

270.000 Deutsche haben 2024 ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt. Das ist kein statistisches Rauschen mehr – es ist ein Trend, der sich Jahr für Jahr verstärkt und inzwischen quer durch alle Altersgruppen reicht. Rentner verlassen das Land, weil das Ersparte nicht mehr reicht.…
Wissen
23.07.2025
4 Min.

Bargeldpflicht auf der Wiesn: Mehr als nur eine Schnapsidee

Was für viele wie eine Randnotiz klingt, ist in Wahrheit ein Lackmustest für unsere freiheitliche Gesellschaft: Dürfen wir auf dem größten Volksfest der Welt bald nur noch mit Karte zahlen – oder behalten wir die Freiheit, mit Bargeld zu bezahlen? Der Vorstoß der ÖDP im Münchner Stadtrat ist daher mehr als ein lokalpolitischer Antrag – er ist ein Weckruf.…
Wissen
18.09.2025
5 Min.

Bargeldgrenze für anonyme Goldkäufe: Wann wird sie vollständig abgeschafft?

Noch vor wenigen Jahren war es selbstverständlich: Wer Gold anonym und bar kaufen wollte, konnte bis zu 9.999,99 Euro investieren, ohne seinen Ausweis vorlegen zu müssen. Das sogenannte Tafelgeschäft war ein Stück finanzielle Privatsphäre und für viele Anleger die einzige Möglichkeit, Gold ohne jede Spur in den eigenen Besitz zu bringen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Schritt für Schritt wurde die Schwelle gesenkt, und was früher fast unbeschränkte Freiheit war, ist heute nur noch ein Restwert.…
Wissen
21.10.2025
6 Min.

Die Gebühren-Inflation: So zockt der Staat seine Bürger ab

Während die Politik über Entlastungen redet, erleben Millionen Bürger eine neue Realität: eine Gebühren-Inflation, die sich heimlich, still und leise in alle Lebensbereiche frisst. Hundesteuer, Grundsteuer, Zweitwohnungssteuer, Bettensteuer – selbst der Kaffee auf der Sonnenterrasse wird inzwischen besteuert. Der Staat langt zu, wo er kann. Und während die Inflation an der Supermarktkasse langsam sinkt, schießt sie bei den Gebühren in die Höhe.…
Wissen
20.12.2025
5 Min.

Dienstwagen-Debatte: Eine Ausrede, die das ganze System bloßstellt

Während Kommunen über knappe Haushalte klagen, Infrastruktur verfällt und Bürger immer höhere Abgaben schultern müssen, liefert ein Landrat aus Mecklenburg-Vorpommern ein Musterbeispiel dafür, wie weit politische Realität und Lebenswirklichkeit auseinanderliegen.…
Wissen
30.12.2025
4 Min.

Häme nach dem Tresor-Raub von Gelsenkirchen: Wie schnell Opfer zu Schuldigen gemacht werden

Kaum sind die Dimensionen des Schließfach-Einbruchs von Gelsenkirchen bekannt, setzt ein bekanntes Reflexmuster ein: Häme. In Kommentarspalten, sozialen Netzwerken und Stammtischrunden wird gespottet über „Gier“, „Dummheit“ oder „selbst schuld“. Wer Gold, Bargeld oder Werte im Bankschließfach gelagert hat, wird plötzlich nicht mehr als Opfer eines schweren Verbrechens wahrgenommen, sondern als jemand, der angeblich naiv, arrogant oder gar moralisch fragwürdig gehandelt habe.…
Wissen
03.01.2026
5 Min.

Was der Tresor-Coup von Gelsenkirchen Goldanlegern brutal vor Augen führt

Der Einbruch in die Sparkassen-Filiale im Gelsenkirchener Stadtteil Buer ist nicht nur ein Kriminalfall – er ist eine Lehrstunde darüber, wie dünn die Sicherheitsversprechen des Finanzsystems in der Praxis sein können. Nach bisherigen Angaben wurden dort fast alle der rund 3.250 Kundenschließfächer aufgebrochen; der Schaden könnte nach Informationen aus Sicherheitskreisen deutlich über 100 Millionen Euro liegen. Entdeckt wurde die Tat am 29. Dezember 2025 nach einem Alarm, die Polizei fahndet u. a. mit Bildern der mutmaßlichen Täter und Fluchtfahrzeuge.…
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.