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Glänzende Perspektiven für Platin und Palladium: Knappheit, Strukturwandel, Preisdruck

Die Lage an den PGM-Märkten hat sich im Oktober 2025 deutlich zugespitzt. Platin steuert laut aktuellen Daten auf das dritte Jahresdefizit in Folge zu, getrieben von schwacher Minenförderung in Südafrika und anhaltend niedrigen Recyclingmengen. Der World Platinum Investment Council veranschlagt für 2025 ein Minus von rund 850 Tausend Unzen, nachdem bereits 2024 ein massives Defizit verzeichnet wurde. In Summe fällt die Förderung auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren, während die Gesamtnachfrage nur moderat nachgibt. Diese Konstellation ist klassisch preistreibend.

Parallel melden große Produzenten Restrukturierungen, Kürzungen und operative Störungen. Anglo American hat 2025 den Ausstieg aus dem PGM-Geschäft eingeleitet und berichtet für das erste Quartal einen deutlichen Rückgang der PGM-Produktion, unter anderem durch Wettereffekte und geringere Konzentratzukäufe. Weitere Asset-Verschiebungen in der Branche erhöhen die Unsicherheit über das kurzfristige Angebot.

Bei Palladium zeichnet Johnson Matthey für 2025 zwar eher ein Marktgleichgewicht, doch der Markt bleibt extrem konzentriert und störungsanfällig. Russlands Nornickel hat seine 2025er Output-Guidance im Sommer reduziert. Gleichzeitig hält die Autokatalysator-Nachfrage, insbesondere bei Benzinern und Hybriden, Palladium strukturell im Spiel. Preisrisiken nach oben bleiben damit intakt, auch wenn Substitutionseffekte mit Platin weiter wirken.

Angebot verengt sich, Bestände schmelzen

Für Platin sprechen die fundamentalen Zahlen. WPIC erwartet 2025 das dritte deutliche Defizit hintereinander. Johnson Matthey bestätigt die Defizitlage, wenn auch mit etwas anderer Größenordnung. Neben schwacher Primärförderung drücken unterdurchschnittliche Altschrottmengen, weil die Verschrottung alter Fahrzeuge hinter den Erwartungen zurückbleibt. In der Folge schrumpfen die überirdischen Bestände, was die Preissensitivität des Marktes erhöht.

Strukturelle Investitionszurückhaltung in Südafrika verstärkt den Engpass. Der CEO eines großen Primärförderers warnt vor einem Rückgang der globalen PGM-Minenproduktion um 15 bis 20 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts, wenn die Preise nicht deutlich anziehen und neue Projekte finanziert werden. Das macht Platin anfällig für Preissprünge, sobald Nachfrageimpulse einsetzen.

Auch die Energielage in Südafrika bleibt ein Kosten- und Produktionsrisiko. Stromengpässe und der kostspielige Aufbau eigener Energiequellen belasten die Branche. Zwar nehmen große Erzeuger inzwischen erneuerbare Kapazitäten in Betrieb, die Versorgung bleibt dennoch ein Unsicherheitsfaktor. Angebotsseitige Überraschungen sind 2025 daher jederzeit möglich.

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Autokatalysatoren, Substitution, und die Rolle der Hybride

Im Automobilsektor verläuft die Erholung heterogen. Für Platin wirkt die fortlaufende Rücksubstitution in Benzin-Kats als Nachfragepuffer. Nach Jahren sehr hoher Palladiumanteile in Dreiwegekatalysatoren haben OEMs ihre Rezepte angepasst. Dadurch wanderte relevante Nachfrage zurück zu Platin. Dieser Trend, der 2022 und 2023 deutlich anzog, setzt sich 2025 fort, wenn auch regional unterschiedlich.

Für Palladium bleibt der Autoanteil hoch. Auch wenn BEVs wachsen, sichern weltweite Benziner- und insbesondere Hybrid-Zulassungen weiterhin einen robusten Sockelbedarf. Analysten beschreiben 2025 eine auffällige Preisstärke bei Palladium, trotz Substitution. Der Grund liegt in der engen Lieferkette, dem Russland-Risiko und den schwachen Sekundärmengen. Das macht den Markt anfällig für Short-Squeezes und geopolitische Schlagzeilen.

Johnson Matthey verortet Palladium 2025 tendenziell näher an der Balance als Platin. Balance bedeutet jedoch nicht Überangebot. In einem konzentrierten Markt reichen Produktionsmeldungen eines großen Anbieters, Reparaturstillstände oder Exportstörungen aus, um die Preiswirkung sofort spürbar zu machen. Die im Sommer reduzierten Nornickel-Guidances illustrieren das.

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Industrie, Investment und Preisniveau

Abseits der Autoindustrie bleibt die industrielle Platinnachfrage solide. Chemie, Glas und Wasserstoff-anliegende Anwendungen bilden 2025 eine tragfähige Basis. Im Schmucksegment sorgt der seit Monaten sehr hohe Goldpreis dafür, dass Händler in China Bestände diversifizieren und Platin wieder stärker ins Sortiment nehmen. Das stabilisiert die Nachfrage zusätzlich.

Auf der Investmentseite schlagen zwei Effekte durch. Erstens zwingen Defizite und sinkende Lager die Terminstruktur zeitweise in knappe Lagen, was physische Nachfrage anzieht. Zweitens dient Platin als Portfolio-Diversifikator gegenüber Gold, während Palladium als taktisches Vehikel auf Angebotsrisiken gespielt wird. Beide Faktoren können in Phasen knapper Liquidität überproportionale Preisbewegungen auslösen.

Preisindikationen untermauern die Zuspitzung. Johnson Matthey weist für Mitte Oktober 2025 spürbar erhöhte Basispreise im PGM-Komplex aus. Einzelstände ändern sich täglich, die Richtung seit Jahresbeginn war bei Platin klar aufwärts und bei Palladium phasenweise kräftig. Für eine Einordnung sind die tagesaktuellen JM-Notierungen ein sinnvoller Referenzpunkt.

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Acht Argumente für weiter steigende Preise

Aus Risikosicht bleibt zu beachten, dass globale Autozölle oder ein stärker als erwarteter BEV-Durchmarsch die PGM-Nachfrage dämpfen könnten. Die Marktlage ist dennoch asymmetrisch. Bei Platin dominiert der Defizitpfad, bei Palladium sorgt die Angebotskonzentration trotz Substitution für Aufwärtsrisiken. Kurzfristige Volatilität ist wahrscheinlich, der strukturelle Rückenwind für Preise bleibt bestehen.

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