Kostenlose Beratung
07930-2699
150.000
Kunden
30 Jahre
Erfahrung
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
Menü

Silbervorräte – Das weltweite Silber-Vorkommen

Im Jahr 5000 v. Chr. wurde Silber zum ersten Mal abgebaut und verwendet. Allerdings wurde es von Anfang an als Beiprodukt von anderen Metallen wie Gold, Blei, Kupfer und Zink angesehen. Bis heute konzentrieren sich Minen in der Produktion vor allem darauf, mit dem abgebauten Silber die Betriebskosten zu decken. Gleichzeitig ist das Metall stark gefragt und kommt vor allem in der Industrie zum Einsatz. Aber wie groß sind die globalen Silberreserven?

Wie viel Silber ist bereits abgebaut?

Es gibt Schätzungen, die besagen, dass bisher weltweit rund 1,74 Millionen Tonnen Silber abgebaut wurden. Das entspricht etwa 44 Milliarden Silber-Unzen und einem aktuellen Wert von insgesamt etwas über einer Billion Euro. Die größten Silbervorkommen wurden dabei in Mexiko, China, Peru und Russland zutage gefördert. Auch in Deutschland wurde früher Silber abgebaut. Im Jahre 1970 belief sich die jährliche Fördermenge auf ungefähr 131 Tonnen, womit Deutschland zu dieser Zeit zu den 10 größten silberfördernden Nationen weltweit zählte. 

Seit einigen Jahren sinkt das jährliche, globale Abbauvolumen der Silbervorräte stetig. Während im Jahr 2018 noch 26.800 Tonnen jährlich abgebaut wurden, sank die Fördermenge 2022 auf 23.500 Tonnen ab. Dies liegt an verschiedenen Faktoren. Unter anderem aber auch daran, dass immer weniger abbaufähiges Silber vorhanden ist und dass die Minen aufgrund des niedrigen Silberpreises von aktuell rund 23 Euro pro Feinunze kaum Gewinne aus dem Abbau von Silber erzielen können.

Die größten Produktionsstätten von Silber

Wie hoch ist die Nachfrage für Silber?

Gleichzeitig zur fallenden Silberförderung steigt die Nachfrage für das Metall stetig an. Die steigende Nachfrage wird unter anderem durch den Investitionsmarkt angetrieben. Hier nimmt Silber eine zunehmend zentrale Stellung ein. In Bereichen wie der Schmuckherstellung oder aus der Medizintechnik ist eine sinkende Nachfrage zu verzeichnen.

Die Kombination aus sinkender Förderungsmenge und steigender Nachfrage führt dazu, dass Silber immer rarer wird. Hinzu kommt auch noch, dass ein Großteil des zutage geförderten Silber nicht mehr vorhanden ist. Expertenschätzungen zufolge wurde rund 60 Prozent des jemals geförderten Silbers, also ungefähr eine Million Tonnen, bereits verloren, indem es beispielsweise als Bestandteil von Elektrogeräten entsorgt wurde. Dieses Phänomen ist vor allem auf den geringen Preis von Silber zurückzuführen, weshalb Silberrecycling aktuell weitestgehend unrentabel ist. Bei Gold sieht die Sache hingegen anders aus. Insgesamt wurden rund 0,17 Millionen Tonnen gefördert, von denen noch ungefähr 90 Prozent bzw. 0,15 Millionen Tonnen erhalten sind. 

Chart wird geladen

Silbervorkommen weltweit – wie viel ist noch vorhanden?

Wenn es um das Bodenvorkommen von Edelmetallen geht, sprechen Experten von zwei Arten. Die Reserven werden in vorhandenen Vorkommen und abbaubaren Vorkommen unterschieden. Genau Zahlen für die abbaubaren Silberreserven gibt es jedoch nicht, obwohl vermutet wird, dass es keine nennenswerten, unentdeckten Silbervorkommen mehr gibt. Man geht davon aus, dass es aktuell noch ungefähr 530.000 Tonnen ungefördertes Silber gibt. Das bedeutet, dass wahrscheinlich bereits drei Viertel des globalen Silbers gefördert wurden. Etwa 120.000 des abbaubaren Silbervorkommens befindet sich noch in Peru und weitere 67.000 Tonnen befinden sich in Polen. In Australien geht man von einem Vorkommen von 90.000 Tonnen aus und in Russland soll es bis zu 45.000 Tonnen Silberreserven geben. Diese vier Länder verfügen damit über rund 60 Prozent der gesamten ungeförderten Silbervorkommen.

beenhere

Silber recyceln

Silber wird in der Regel nicht recycelt. Oft landet es, verbaut in Elektrogeräte, schlichtweg auf der Mülldeponie.

Trotz des hohen Silbervorkommens in Peru und Polen zählt Mexiko seit Jahren zu den größten Silberproduzenten. Im Jahr 2019 führte das Land die globale Silberproduktion mit 6300 Tonnen an. Bei dieser Fördermenge werden die mexikanischen Silbervorkommen in etwa 7 Jahren aufgebraucht sein. Hinter Mexiko lagen Peru mit 3800 Tonnen, China mit 3600 Tonnen und Russland mit 2100 Tonnen. Sollte die aktuelle Fördermenge von rund 23.500 Tonnen pro Jahr konstant bleiben, reichen die globalen abbaubaren Silberreserven voraussichtlich nur noch für weitere 22 Jahre. 

Silber Lagerbestände

Um zu verstehen, wie wichtig das aktuelle Silbervorkommen weltweit ist, muss man auch die Lagerbestände des Metalls betrachten. Die globalen Bestände umfassen rund 30.000 Tonnen. Ein Großteil dieses Silbers steht dabei nicht zur Disposition zur Verfügung. Es ist etwa in Silber-ETFs gebunden oder befindet sich direkt im Privatbesitz.

Zusätzlich dazu nehmen die Silberbestände der COMEX (New York Commodities Exchange) und der LBMA (London Bullion Market Association) rapide ab. Der Grund dafür ist eine erhöhte Nachfrage nach physischem Silber. Im Jahre 2022 sind die Lagerbestände der LBMA von über 1,1 Millionen Silberbarren auf rund 880.000 gefallen. Es ist übrigens nicht so einfach möglich, die Veräußerung von privaten Silberbeständen im Fall einer Silberknappheit gesetzlich zu veranlassen. Dies kann dazu führen, dass etwa die industrielle Nachfrage für Silber nicht bedienbar ist, weil sich zu viel Silber im Privatbesitz befindet. Gepaart mit der sinkenden Fördermenge zeichnet sich dadurch eine Verknappung des Angebots bei gleichzeitigem Nachfragezuwachs ab, die den Preis von Silber in den nächsten Jahren steigen lassen könnte. 

Wird geladen

Silbervorkommen im Vergleich zum Goldvorkommen

Experten gehen davon aus, dass wir bis heute etwa 200.000 Tonnen Gold abbauen konnten. Damit ist das im Vergleich zu rund 1,75 Millionen Tonnen Silber sehr wenig. Ein ähnlich ungleiches Verhältnis gilt auch für die bisher ungeförderten Vorkommen. Diese werden für Gold mit 54.000 Tonnen benannt und für Silber mit 560.000 Tonnen. Insgesamt sind damit nur noch jeweils ungefähr ein Viertel der globalen Gold- und Silbervorkommen unangetastet. Gehen wir von einer gleichbleibende jährlichen Fördermenge von 3200 Tonnen Gold pro Jahr aus, reichen die abbaubaren Goldreserven noch für ungefähr 16 weitere Jahre.  

Interessant zu wissen: Das bis heute global produziert Gold würde weniger als vier olympische Schwimmbecken befüllen.

Silber wurde bisher nur auf vier der sieben Kontinente gefunden. Man geht auch davon aus, dass es keine größeren unentdeckten Silbervorkommen gibt.

Aus all diesen Daten ergibt sich, dass im Verhältnis zu Gold insgesamt ungefähr die 9,2-fache Menge an Silber existiert. Allerdings wird Silber kaum recycelt, weshalb bereits mehr als die Hälfte des jemals geförderten Silbers verloren ging. Im Gegensatz dazu ist noch 90 Prozent des jemals geförderten Goldes erhalten geblieben. Daraus lässt sich ableiten, dass das Verhältnis der überirdischen Goldbestände (150.000 Tonnen) zu den Silberbeständen (700.000 Tonnen) ungefähr 4,5 beträgt. 

Obwohl die Goldbestände gemessen in Tonnen deutlich niedriger sind, ist Silber aufgrund der höheren Nachfrage und der geringeren Recyclingquote dennoch rarer als Gold. Da sich der Preis in einer freien Marktwirtschaft aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage ergibt, gehen manche Investoren davon aus, dass der Silberpreis einen Aufholbedarf gegenüber des Goldpreises hat und eventuell in Zukunft größere Renditen abwerfen könnte. 

Produkte werden geladen
Produkte werden geladen
Kostenloser Einsteiger-Ratgeber

Ultimativer Einsteiger-Ratgeber zum Investieren in Edelmetalle - jetzt kostenfrei herunterladen

Ähnliche Artikel

Wissen
12.11.2025
5 Min.

166 Milliarden Euro Goldfund in China – und was das wirklich bedeutet

In der Provinz Liaoning ist China auf einen Schatz gestoßen, der jede andere Entdeckung der vergangenen Jahrzehnte in den Schatten stellt: 1444 Tonnen Gold, versteckt in Millionen Tonnen Gestein, im Wert von rund 166 Milliarden Euro. Der größte Goldfund des Landes seit Gründung der Volksrepublik.…
Wissen
19.11.2025
6 Min.

Italien greift nach dem Gold seiner Bürger – und Europa sollte sich darauf gefasst machen

In Italien bahnt sich ein Schritt an, der das Vertrauen in den Schutz privater Vermögen grundlegend erschüttern könnte. Während die Regierung um Giorgia Meloni öffentlich betont, alles im Griff zu haben, wird hinter den Kulissen ein Plan vorbereitet, der Millionen Bürger betrifft: Private Goldbestände sollen offengelegt, bewertet und durch eine Sondersteuer belastet werden. …
Wissen
05.01.2026
5 Min.

Silber 2026: Wenn Privatanleger längst verstanden haben, was das System verdrängt

79 US-Dollar pro Unze. Vor zwölf Monaten waren es noch rund 29 US-Dollar. Silber hat 2025 nicht nur zugelegt – es hat ein Preissignal gesendet. Und dieses Signal wird von Privatanlegern sehr viel ernster genommen als von vielen Institutionen, die noch immer so tun, als ließe sich dieser Markt „normalisieren“. Eine aktuelle Umfrage von Kitco zeigt, wie klar die Stimmung ist: 57 Prozent der befragten Privatanleger erwarten, dass Silber 2026 die Marke von 100 US-Dollar pro Unze erreicht. Insgesamt nahmen zwar „nur“ 212 Personen teil – doch genau darin liegt der Punkt. Diese Investoren sind nicht systemisch gefesselt, nicht benchmark-getrieben, nicht bilanziell gelähmt. Sie reagieren direkt auf Angebot, Nachfrage und Geldentwertung.…
Wissen
14.09.2025
5 Min.

Silber im Ausnahmezustand: Der World Silver Survey 2025 enthüllt die Wahrheit

Der World Silver Survey 2025 zeigt schwarz auf weiß, was Anleger längst ahnen: Silber ist im Dauerdefizit. 2024 fehlten am Markt satte 148,9 Millionen Unzen – das entspricht 15 Prozent der weltweiten Nachfrage. 2025 soll das Minus mit 117,6 Millionen Unzen zwar etwas geringer ausfallen, doch die Botschaft ist klar: Seit fünf Jahren in Serie übersteigt die Nachfrage das Angebot.…
Wissen
16.03.2026
4 Min.

Krieg, Ölpreis, Inflation – und wieder trifft es die Bürger

Die australische Zentralbank hat den Leitzins erneut angehoben – von 3,85 auf 4,1 Prozent. Der Grund: steigende Inflationsrisiken durch den Iran-Krieg und den wieder deutlich über 100 Dollar gestiegenen Ölpreis. Für Notenbankchefin Michele Bullock ist klar: Die Preise sind weiterhin zu hoch, und die Energiepreise könnten die Inflation weiter anheizen.…
Wissen
28.02.2025
13 Min.

Goldpreisprognose 2026 – Analyse und Ausblick

Der Goldpreis kennt seit Monaten nur eine Richtung: nach oben. Die geopolitischen Entwicklungen deuten auf starke Veränderungen im globalen Finanzsystem hin. Wohin die Reise bis 2026 gehen könnte - jetzt lesen!…
Wissen
19.03.2026
4 Min.

Krieg treibt den Ölpreis – und füllt Putins Kriegskasse

Während weltweit über Sanktionen, diplomatischen Druck und wirtschaftliche Isolation Russlands diskutiert wird, zeigt eine aktuelle Entwicklung eine unbequeme Realität: Steigende Energiepreise können Moskaus Staatskasse schneller füllen, als Sanktionen sie leeren.…
Wissen
02.08.2025
4 Min.

Platin und Palladium: Investment-Chance des Jahres?

Platin und Palladium zählen zu den spannendsten Edelmetallen des Jahres 2025. Während Gold bereits in den Schlagzeilen ist, haben diese beiden Metalle im Hintergrund eine beeindruckende Rallye hingelegt. Wer die Entwicklung aufmerksam verfolgt, erkennt: Hier könnten sich für Investoren Chancen ergeben, die es in dieser Form schon lange nicht mehr gegeben hat, aber nicht ohne Risiken.…
Wissen
10.08.2025
4 Min.

Kupfer auf Rekordkurs: Chancen und Risiken für Anleger

Kupfer zählt seit jeher zu den wichtigsten Industriemetallen, und 2025 hat sich sein Preis so stark entwickelt wie seit Jahren nicht mehr. An der London Metal Exchange (LME) lag der Settlement-Preis im August bei rund 9.622 US-Dollar pro Tonne, in Euro entsprach das etwa 8.496 Euro. Besonders auffällig war die Entwicklung im Sommer: Im Juli legte der Kupferpreis binnen eines Monats um gut 14 Prozent zu, im Jahresvergleich lag das Plus bei über 40 Prozent. Mit 5,94 US-Dollar pro Pfund markierte Kupfer ein neues Allzeithoch.…
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.