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Unser Geld bekommt ein Ablaufdatum

Wenn man einen kritischen Blick auf die aktuelle Situation des globalen Finanzmarktes wirft, kommt schnell die Frage auf, wohin die Reise geht. Wir leben in einem System, das in erster Linie sich selbst dient und in großen Teilen von wenigen Lenkstellen gleitet wird. Ein zentraler Punkt spielt dabei die Macht des Geldes. Aber wie lange wird das Geld, wie wir es heute kennen und nutzen noch im Mittelpunkt stehen? Wird Geld auch in Zukunft die Stellschraube für das alltägliche Leben sein? Wir haben das Thema umfassend während des Experteninterviews mit Ernst Wolff beleuchtet.

Experteninterview mit Ernst Wolff

Auf unserem You-Tube-Kanal finden Sie ein umfassendes Interview zum Thema. Der Finanzexperte beleuchtet die aktuelle Lage, greift auf historisches Wissen zurück und schätzt die zukünftige Entwicklung ein. Dabei wirft er nicht nur ein paar interessante Fragen auf, er gibt auch Einblick in die Welt der Finanzen und der globalen Politik.

Das Video deckt eine Reihe von Bereichen ab und setzt sich auch damit auseinander, was realistisch getan werden kann, um diverse Negativ-Szenarien zu verhindern. Das Video finden Sie unter diesem Artikel und natürlich auf unserem You-Tube-Kanal. Dort gibt es auch viele andere Inhalte zum Thema Finanzen und zu den Anlageprodukten aus unserem Shop. Denn Edelmetalle bieten auch nach der Meinung von Ernst Wolff noch für lange Zeit einen relevanten Wert.

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Die Umschichtung des Reichtums

Das ideologische Ziel einer funktionierenden Gesellschaft sollte es sein, faire, gute und vor allem lebenswerte Bedingungen für alle zu schaffen. Die Realität zeigt jedoch immer wieder, dass es in erster Linie darum geht, Kapital zu erwirtschaften. Krisenzeiten wie die Pandemie haben deutlich gemacht, dass das Leid der Masse immer einen Gewinn für die Elite bedeutet.

Nach diesem Prinzip hat der Westen seit Jahrhunderten gewirtschaftet und dabei eine globale Kluft zwischen Arm und Reich geschaffen. Aber auch innerhalb der sogenannten Wohlstandsgesellschaften wird dies zunehmend zu einem Problem. Geld ist dabei immer der treibende Faktor. Es bestimmt jeden Aspekt des Lebens. Sogar Grundbedürfnisse wie Ernährung und Wohnraum werden durch die Finanzkraft der einzelnen Personen bestimmt.

Um Kapital an die Spitze der Finanzpyramide treiben zu können, muss es im Umlauf gehalten werden. Dafür hat der Finanzmarkt immer wieder neue Mechanismen genutzt. Von Subventionen für die Industrie bis hin zur Niedrigzinspolitik, es wurden diverse Mittel implementiert, um den Geldfluss aufrechtzuerhalten. Allerdings zeichnet sich immer mehr ab, dass diese Mechanismen nicht auf ewig in der Lage sind, ein zunehmend zerfallendes System zu halten. Die Niedrigzinspolitik ist beim 0-Zins angekommen und die Zentralbanken rudern bereits zurück. Die US-Notenbank hat dabei mit einer Zinserhöhung im zweiten Quartal 2022 den ersten Schritt eingeleitet, um die aktuelle Finanzblase platzen zu lassen.

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Immobilienblase

Auch in Deutschland ist es nicht auszuschließen, dass in den kommenden Jahren etwa der Immobilienmarkt einen echten Dämpfer aufgrund der Zinspolitik erfahren wird. Fallen steigende Zinsen mit auslaufenden Kreditverträgen zusammen, werden viele Immobilienbesitzer dazu gezwungen sein, zu verkaufen. Welche katastrophalen Auswirkungen dies haben kann, hat die Immobilienkrise der USA im Jahr 2008 gezeigt.

Digitalisierung schafft neue Realität

Aber nicht nur die aktuelle Finanzpolitik stellt ein mögliches Problem für die Zukunft dar. Auch der enorme Fortschritt der Digitalisierung wie Automatisierung darf nicht unterschätzt werden. Schneller als viele von uns glauben mögen, werden alltägliche Aufgaben von automatischen Systemen übernommen. Dies bedeutet eine enorme Massenarbeitslosigkeit – die Bildungselite wird sich einen Raum für Arbeit schaffen und wird gleichzeitig die Masse der Gesellschaft finanziell tragen müssen. Die so steigende Armut und die Umverteilung von Arbeit wie Wohlstand wird zu Problemen führen, die wir aktuell nicht einmal absehen können.

Natürlich gäbe es dafür eine Vielzahl von Lösungsansätzen. So besteht in vielen Bereichen der Welt einen enormen Nachholbedarf für den Bau und die Inbetriebnahme von grundlegenden Infrastrukturen im Gesundheits-, Transport- oder Bildungswesen. Es wäre also denkbar, die Population als globales System zu betrachten und Arbeit wie Geld so gleichmäßig zu verteilen – allerdings würde dies zu Kosten der Superreichen gehen – was ohne Frage ein Grund ist, warum wir uns vermehrt darauf konzentrieren, den Normalbürger in einer eingeschränkten geografischen Region agieren zu lassen.

Was bedeutet dies also für die Zukunft des Geldes? Wird ein Großteil einer Finanzgesellschaft wie der unseren etwa arbeitslos, muss der Lebenserhalt durch ein Sozialsystem gesichert werden. Um dieses Sozialsystem zu finanzieren, wären wir von einer kleinen Gruppe der Gesellschaft abhängig. Geld wäre kein allgemein zugängliches Gut mehr, es wäre reiner Luxus. Verliert das Geld also für einen Großteil der Bevölkerung an Wert, werden alternative Systeme greifen müssen.

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Der Verlust von Bargeld und seine Folgen

Ein ganz anderes Problem birgt die Tatsache, dass wir zunehmend auf ein bargeldloses System hinarbeiten. Dies bedeutet, dass wir frühe oder später nicht mehr in der Lage sein werden, finanzielle Transaktionen durchzuführen, ohne dass es digitale Aufzeichnungen darüber gibt. Ob wir ein Haus kaufen oder ein Eis essen gehen, man wird in der Lage sein, das Handeln jeder einzelnen Person im Detail nachverfolgen zu können.

Dies wiederum öffnet die Türen für eine ganze Reihe von Kontrollmechanismen. Sowohl kommerziell als auch staatlich können diese Daten genutzt werden, um die breite Masse bewusst zu lenken und zu leiten. Verschwindet das Bargeld, verlieren wir einen wichtigen Teil der eigenen Freiheit. Ein solches System wird insbesondere dann problematisch werden, wenn sich etwa die politische Landschaft ändert. Es besteht etwa die Möglichkeit, dass radikale Gruppen an einem Momentum gewinnen und einen politischen Siegeszug feiern – würde hier ein uneingeschränkter Zugriff auf die finanzielle Geschichte jeder einzelnen Person bestehen, hätte das umfassende Auswirkungen.

In Schwellenländern und Regionen mit geringer Finanzkraft spielt das Bargeld sogar eine noch zentralere Rolle. Hier gibt es große Teile der Gesellschaft, die nur durch ein unreguliertes Einkommen von Hilfsarbeit in der Lage sind, Grundbedürfnisse wie Essen und Wohnraum zu finanzieren – würde diese Möglichkeit wegfallen, würde das über Nacht Milliarden von Menschen betreffen und ihnen die Lebensgrundlage komplett entziehen.

Digitale Währungen als Alternative zum jetzigen Finanzsystem?

Die Crypto-Währungen sind fester Bestandteil der Digitalisierung und des Verfalls des Bargeldes. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie ein verlässliches Zahlungssystem darstellen. Denn auch hier kommen viele Faktoren zusammen. Der enorme Wertanstieg der Währungen in den letzten Jahren hat gezeigt, dass dieses System extrem anfällig für äußere Faktoren ist – bisher hat dies vor allem zu einem positiven Werttrend geführt. Aber die gleichen Faktoren können auch über Nacht einen Totalzusammenbruch verursachen. Daher ist wahrscheinlich auch die Crypto-Währung kein System mit einer langfristigen Zukunft.

Was bleibt, wenn das Geld vergangen ist

Es ist nur schwer abzusehen, wann es zu einem finalen Wandel in unserem Finanzsystem kommen wird. Klar ist jedoch, dass die Zukunft des Geldes keine rosige ist. Um in der Welt von morgen bestehen zu können, werden unter anderem Bereiche wie die Bildung eine zentrale Rolle spielen. Eltern können ihren Kindern eine Zukunft sichern, indem sie ihnen Zugang zu guter und vor allem zukunftsorientierter Bildung geben.

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Wer sich auf den finanziellen Wandel vorbereiten will, liegt mit Investitionen in Sachwerten genau richtig. Hier gibt es neben den klassischen Modellen wie dem Kauf von Edelmetallen auch andere Alternativen wie Kunst, Oldtimer oder sogar Whiskey.

Wichtig ist, sich mit der Tatsache zu befassen, dass es zu einem Wandel kommen kann und dass dieser den Alltag von uns allen einschlägig verändern wird.

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Weitere Informationen über die Welt der Edelmetalle, Anlagemetalle und Tipps zu Investitionen finden Sie in unseren zahlreichen Beiträgen und Ratgebern. Laden Sie auch gerne unsere kostenlose Kettner Edelmetalle App – So haben Sie Ihren gesamten Edelmetall-Bestand, Charts und News auf einen Blick.

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